StiDU e.V. beendet Kälte-Notdienst in der Volkshochschule

20. Februar 2021 um 22:20 | Veröffentlicht von


Der Kälte-Notdienst in der VHS wird mit dem 19.02.2021 beendet. Der kräftige Anstieg der Tag-und Nachttemperaturen beendet die Gefahren durch das Wetter beim Leben auf der Straße.

Die Stadtverwaltung hat das Foyer der VHS und einen Sicherheitsdienst zur Verfügung gestellt. Der Verein StiDU e.V. hatte die Organisation der Abläufe und der Nahrungsmittelspenden in eigener Regie verantwortet. 31 kurzfristig vom Verein gewonnene Ehrenamtliche sorgten in ihrer Freizeit dafür, dass es den Besucherinnen und Besuchern gut ging, dass es Getränke, Essen und die Möglichkeit zum Gespräch gab. Die Backwaren wurden von der Bäckerei Buck und zwei Gaststätten gespendet. Der ebenfalls ehrenamtlich durchgeführte ökumenische Mittagstisch teilte an den Wochentagen die dort gespendeten warmen Mahlzeiten mit dem Tagesaufenthalt in der Volkshochschule.

11 Tage konnten Menschen auf der Straße tagsüber in der VHS Schutz vor der Kälte finden. Die Öffnungszeiten waren auf die Öffnungszeiten der Marktkirche, die als Übernachtngsquartier zur Verfügung stand, abgestimmt. Es hat ein sachbezogener Austausch zur Erreichung des gemeinsamen Ziels unmittelbar zwischen diesen beiden Kälte-Nothilfemaßnahmen und mit der Wärmestube in der Propstei St.Clemens, die sogar 24 Stunden täglich geöffnet war, stattgefunden.

Die ehrenamtlichen Hilfsbereiten haben ihren Einsatz gerne geleistet. Eine von ihnen sagte: „Was ich hier tue, ist nicht nur für die Gäste, ich merke, dass es auch gut für mich ist.“ Die Helfenden haben sich mit einem sehr persönlichen Brief von den Gästen verabschiedet. Damit verbunden waren zielgerichtete Hinweise auf weitere Hilfen am Tag. „Wir können die Menschen nicht einfach so ziehen lassen. Wir müssen versuchen, ihnen Perspektiven zu zeigen.“ Die Ehrenamtlichen erklärten fast ausnahmslos ihre Bereitschaft, künftig wieder derartige Aufgaben zu übernehmen.

Die Kälte-Hilfsaktionen waren spontan. Das muss nicht sein, denn Winter mit Schnee und Kälte sind nicht außergewöhnlich. Reinhold Fahlbusch, 1.Vorsitzender von StiDU e.V.: „Wir würden uns wünschen, wenn es zwischen der Stadt und den Kirchen eine Art Nothilfepartnerschaft für die Innenstadt gäbe. Dann müsste man nicht jedes Mal mühevoll Räume und andere Ressourcen akquirieren, wenn, wie in diesem Jahr, die Zeit knapp wird. Das Wetter ist oftmals schneller als das „Business as usual.“ Man kann vorsorglich Maßnahmen vereinbaren, die beginnen, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Und für solche Maßnahmen wird es immer Ehrenamtliche zur Unterstützung geben.“

StiDU e.V. – Stimme der UngeHÖRTen, ist die im März 2020 gegründete Ombudsstelle für Obdachlose. Neben der Einzelfallhilfe bei Rechtsverletzungen ist die Mitwirkung an Veränderungsprozessen zur Verbesserung der Lebenssituation Obdachloser durch die Verknüpfung von Netzwerken und Kompetenzen ein Ziel der Vereinsarbeit.


StiDU e.V. – Stimme der UngeHÖRTen, Theodor-Krüger-Str. 3, 30167 Hannover, Telefon: 015140140051, Fax: 0511/3942995, E-Mail: info@stidu.de



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Dieser Artikel wurde verfasst von Peer Wagener.

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