INFECTUS HANNOVER und DAS CORONA DING laden zu Spurensuche und Dialog über Pandemien in Hannover

7. Juni 2021 um 16:51 | Veröffentlicht von


Hannover wurde im Laufe der Jahrhunderte von vielen Seuchen heimgesucht teils gab es Tausende von Toten. Dennoch sind diese Krisen kaum präsent im kollektiven Gedächtnis der Stadt. Im Stadtraum, in Archiven und Interviews werden diese Spuren jetzt freigelegt und erfahrbar gemacht: Mit dem musik theatralen Stadtspaziergang INFECTUS HANNOVER wandelt das Ensemble Megaphon entlang der historischen Pandemieplätze in der Innenstadt. Während die Mitmach-Ausstellung DAS CORONA DING des Vereins Theatrum Menschen einlädt ihre Sicht auf die Corona
Krise miteinander zu teilen. Mit dem Sammeln persönlicher Exponate und Geschichten wird es möglich, über die Spuren der jüngsten Pandemie auf die Region Hannover miteinander in Dialog zu treten.
Begleitet werden beide Projekte von einer Vielzahl an Workshops und zielgruppenspezifischen Angeboten.
Eine Kooperation von Blickpunkte e.V. und Theatrum e.V. .
Gefördert von MWK Niedersachsen, Corona Sonderprogramm, Fonds Darstellende Künste, Stiftung Niedersachsen, Innovationsfonds der LHH UNESCO City of Music, Klosterkammer Hannover, Niedersächsische Lotto Sport Stiftung
In Kooperation mit: Kulturbüro LHH Hannover, Historisches Museum Hannover.
Weiter Informationen: www.theatrum-hannover.de, www.corona-ding.de, www.ensemble-megaphon.com
und www.infectus-hannover.de.

DAS CORONA DING ist eine Ausstellung zum Mitmachen
Die Pop-up-Ausstellung sammelt Gegenstände und Geschichten wie Menschen die Corona-Krise erleben.
Platz an der Marktkirche, Hannover, 28. Juni – 11. Juli 2021 jeweils montags bis samstags von 16-19Uhr

Das letzte Jahr hat alle vor neue und bisher unbekannte Herausforderungen gestellt. Dabei hat die Corona-Krise sehr unterschiedliche Spuren und Erinnerungen hinterlassen.
Die Ausstellung  DAS CORONA DING geht auf Suche nach diesen Spuren und Erinnerungen: Gibt es Gegenstände, die diese Zeit geprägt haben? Gibt es Dinge die geholfen haben? War etwas besonders schmerzlich? Die Ausstellung sammelt das „Corona-Ding“ und lädt die Menschen in Hannover ein, ihre Geschichte dazu zu erzählen. In zwei Containern auf dem Platz vor der Marktkirche werden die Objekte gesammelt und die Geschichten dazu in einer Videobox aufgezeichnet. In einem zweiten, gläsernen Container werden die Corona Dinge ausgestellt und die Geschichte können angeschaut und angehört werden. Parallel dazu findet in den Fenstern des Historischen Museums eine zweite Ausstellung statt. Hier geht um die große Polio-Epidemie in den 1950er und 1960er Jahren. Der Blick in die Geschichte der Kinderlähmung ist aufschlussreich, denn es gibt eine Reihe von erschreckenden aber auch hoffnungsfrohen Parallelen zu heutigen Covid-19-Pandemie.

(Foto: www.corona-ding.de)

INFECTUS HANNOVER
Ein musik-theatraler Spaziergang auf den Spuren der Seuchengeschichte

DO/FR/SA/SO – 1.7. – 4.7. / 8.7.-11.7. 2021, jeweils 19.00 – 21.30 Uhr
Treffpunkt: Eingang Nicolaikapelle, Goseriede
Eintritt: 15 Euro, erm. 10 Euro, Tickets über
Reservix und an der Abendkasse ab 18:30 Uhr. Begrenzte Teilnehmer*innenzahl (30 Pers.)
Route ca. 1 km, keine Treppen / rollstuhlgerecht
Dauer ca: 2:30 Uhr – Keine Pause – Bringt eigene Sitzmöglichkeiten mit

Coronabedingt kann es zu Änderungen kommen. Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung verschoben. Aktuelle Informationen: www.ensemble-megaphon.com

Basierend auf historischen Fakten verwandeln die Künstle*innen des Ensemble Megaphon und des Ensemble Sozusingen, unter der Regie von Lenka Zupkova, die vergessenen Epidemien zu musik-theatralen Miniaturen. Im Gewand einer interaktiven Stadtführung zur Seuchengeschichte trifft Musik auf Dokumentartheater und Tanzsequenzen. An ausgewählten  Plätzen stecken Performer*innen ihr Publikum etwa bei musikalischen Schutzritualen an, selber zu Akteur*innen zu werden. Die Zuschauer*innen prozessieren durch den Stadtraum und erleben dabei in performativen Interventionen die vielschichtigen Aspekte der Geschichte von Viren und Seuchen auf die Stadtgesellschaft. Während die Komponistin Tatjana Prelevic Gesang, Musik, Sprache und Perkussion zu musik-theatralen Bildern verwebt, infizieren die Kostüme der bildenden Künstlerin Inge-Rose Lippok durch ihre Vielfalt.  Infectus Hannover vergegenwärtigt so sinnlich, bildstark und provokant die Erinnerungen an überstandene Pandemien und macht die Verbindungen ins Heute fühlbar.
Der Spaziergang endet an der partizipativen Ausstellung  DAS CORONA DING: Hier finden die Zuschauer*innen vor Ort und auch online weitere Informationen.
Mitwirkende:
ENSEMBLE MEGAPHON UND GASTKÜNSTLER*INNEN  
Lena Castrup (Schauspiel), Vlady Bystrov (Blasinstrumente), Grzegorz Krawczak (Violoncello), Kai Altendorf (Perkussion), Oren Lazovski (Tanz, Akkordeon)
ENSEMBLE SOZUSINGEN Marianne Knoblauch, Eva-Maria Kösters, Heide Müller, Simon Jass, Jorge Kröger, http://ensemblesozusingen.de/
REGIETEAM Eine Produktion (in Kooperation) von Ensemble Megaphon und Theatrum e.V. Idee und Gesamtkonzeption: Marcus Peter, Regie und künstlerische Leitung: Lenka Zupkova, Uraufführung frei nach Texten von Tayfun Bademsoy und Katharina Peter, Komposition: Tatjana Prelevic, Bühnenbild und Kostüme: Inge Rose Lippok.

Danke an: Unterstützer ASG Tischlerwerkstatt und PETROPLAST GmbH, Velogold Cargobikes


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Dieser Artikel wurde verfasst von Peer Wagener.

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